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Fahrradstaffel

 

Was ist die Fahradstaffel?

Die Fahrradstaffel Wilster ist eine Gruppe der DRK-Bereitschaft Wilster, die nicht wie üblich zu Fuß oder mit dem Rettungswagen, sondern mit Fahrrädern zu Notfällen eilt und die Erstversorgung der Patienten übernimmt.

 

. Foto: DRK Rüdiger Marcel Wiechmann

 

Foto: J.-P. Mohr

 

 

Wieso mit dem Fahrrad?

Ein Fahrrad kommt fast überall entlang ist wenig, schmal, leicht und schnell, man ist viel flexibler bei der Wahl der Strecke. Abkürzungen durch Parks sind nicht nur eine schöne Abwechslung , sondern auch ein wahrer Zeitgewinn. Grade bei Einsätzen in unwegsamen Gelände, z.B. am Kreidebett in Lägerdorf oder im Stadtgebiet, in denen Rettungs-wagen nicht fahren können und Fußtrupps zu langsam wären, sind Fahrräder die ideale Ergänzung. Falls Hindernisse wie Treppen auftauchen, kann man das Rad einfach die Treppen hoch oder runter tragen.

Bei Volksläufen und größeren Radtouren können Radfahrer viel wendiger lange Strecken überwachen und im Bedarfs- bzw. Notfall auch gegen die Strecke fahren.

 

Die Idee der schnellen Hilfe

Aus einer spontanen Idee und einem Fahrrad, die eine Veranstaltung 2007 Sanitätsdienstlich begleitete, entwickel-te sich unsere Fahrradstaffel um die Versorgung von Patienten bei Großver-anstaltungen zu verbessern.

Einsätze in unwegsamem Gelände kann man ebenfalls besser erreichen und abarbeiten. Die Zeit vom Notruf bis zum Eintreffen bei dem Patienten lässt sich dadurch erheblich verkürzen. Das Fahrrad (liebevoll bei uns "Pet man Sülm (trete man selber)" genannt) ergänzt somit den Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen. Darüber hinaus kann es sich abseits üblicher Verkehrswege als auch in großen Besuchermengen fortbewegen. So kann die Staffel zu Einsätzen radeln, auf Streife fahren, Erkundungsfahrten durchführen oder wichtige Materialien wie Medikamente von einer zur anderen Sanitätsstation bringen.

Ebenso kann es Sanitätsstreifen beim Versorgen eines Patienten schnell unterstützen bis der Rettungsdienst ein-trifft!

 

 

Foto: Kristina Mehlert

 

 

Foto: DRK Anne Birnbaum

 

Alarmierung

Im Einsatzfall wird die Fahrradstaffel parallel zu einer Sanitätsstreife alarmiert und kann bis zum Eintreffen der Streife sichten und die wichtigsten Erstmaßnahmen übernehmen und einleiten. Wenn es auf Streife ist, kann es über Funk oder Handy schnell über einen neuen Einsatz informiert werden und diesen anfahren.

 

Fazit

Abfangs wurden wir belächelt aber nach mehreren Diensten, Kilometern und Notfällen fällt das Fazit sehr positiv aus. Veranstalter, Bürger, Passanten, Patienten und Rettungsdienst die von der Fahrradstaffel profitierten sind durchweg begeistert.

 

Foto: DRK Rüdiger Marcel Wiechmann

Foto: S.Knospe

Foto: S.Knospe

 

Fahrräder

Die Fahrräder sind herkömmliche Fahrräder (Trekking-/ Mountainbike´s) die mit Medizinischem, Rettungsdienstlichem und/ oder Sanitätsdienstlichem Fachpersonal besetzt sind und über eine Notfall- und Erste Hilfe Ausstattung verfügen.

Sie können auf Veranstaltungen wie Marathonläufen oder Stadtfesten die vorhandenen Einsatzkräfte unterstützen und in kurzer Zeit längere Wegstrecken als Fußstreifen zurücklegen.

Bisherige Einsatzgebiete waren:

  • SHZ Herbstradtour (2004-2010)
  • Au-Rallye (seit 2013)
  • Wilstermarschlauf (seit 2011)
  • Lauftag der Gemeinschaftsschule Wilster (seit 2012)
  • Jahrmarkt Wilster (seit 2012)
  • Silvesterlauf Lägerdorf (seit 2013) bisher ohne Schnee ;-)
  • NOK-Staffellauf des Kreisschulverbands Steinburg (seit 2011)
  • Familien-Rad-Tour der Bayer AG Brunsbüttel (seit 2009)

 

Umweltschutz

Durch den Einsatz der Fahrradstaffel tragen wir ein Teil zum Umweltschutz bei!

Kein anderes Verkehrsmittel, von den eigenen Füßen einmal abgesehen, hat eine so gute Umweltbilanz wie das Fahrrad.

Es produziert keine Schadstoffe, keinen Lärm, braucht wenig Platz und ist gut für die Gesundheit und Fitness!

 

Foto: S.Knospe

Material / Ausrüstung

Die Mitarbeiter der Fahrradstaffel sind immer in einem zweier oder dreier Team unterwegs. Pro Team stehen zwei Notfallsatteltaschen zur Verfügung.

Die Notfallsatteltaschen enthalten u.a. einem Beatmungsbeutel m. verschiedenen Masken, Larynxtuben in den drei gängigen Größen, verschiedene Verbandsmaterialen, Material zum Schienen diverser Frakturen, ein Stifneck (Halskrause), Blutdruckmessgerät, Blutzuckermessgerät, Pulsoxymeter, Absaugpumpe, Optional: Infusion-/Injektionsmaterial, Sauerstoff und einem AED (Automatisierter Externer Defibrillator). Zusätzlich befindet sich bei jedem Team auch ein Erste-Hilfe-Set (Luftpumpe, Flickzeug u.s.w.) für´s Fahrrad selbst!

 

Foto: J.-P. Mohr

 

Anforderungen

Für die Helfer gelten besondere Anforderungen, da der Aufgabenbereich sehr speziell ist.

Die Anforderungen sind:

  • das 17. Lebensjahr muss vollendet sein (Ausnahme in Rücksprache mit der Staffelleitung möglich)
  • Ein Team besteht mind. aus einem Volljährigen und einem mit Sanitätsdienstausbildung
  • Körperliche Grundfitness
  • Sportlich
  • die Grund-/Leitsätze des DRK´s müssen beachtet werden
  • Teamfähigkeit

 

 

Warum sind die Anforderungen so "hoch"?

Die Fahrradstaffel trifft bei Notfällen in der Regel als erstes an der Einsatzstelle ein. Im Durchschnitt dauert es bis zu sieben Minuten bis andere Rettungs-/ Sanitätskräfte eintreffen. Die Helfer der Fahrradstaffel müssen deshalb routiniert handeln und agieren, zudem solten sie auch nach einem spontanen drei Kilometer Radfahrsprinnt noch mit Atem an der Einsatzstelle eintreffen.

 

Foto: DRK Rüdiger Marcel Wiechmann